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Foto von Andrea Piacquadio |
Soo, eigentlich wollte ich einen Beitrag schreiben, wie man ordentlich eine Thopas Drainagepumpe demontiert und dann verschrottet (Reparatur darf ich rechtlich nicht)
Aber nun kommt es doch etwas anders und zwar will ich jetzt einfach meinen Frust loswerden, was nicht oft vorkommt.
Also Wenn man voller Elan bei neuen Unternehmen Anfängt macht man natürlich auch gerne aus Tatendrang mal Verbesserungsvorschläge. So auch als ich bei einer großen Klinikkette in der Technik anfing.
Man muss dazu Vorwissen haben, für jedes Medizinprodukt muss ein Buch existieren, wo alles was mit dem Gerät von technischer Seite gemacht wurde dokumentiert sein sollte. Da man ja moderner wird, sind die Bücher mittlerweile nur noch elektronisch vorhanden. Und um noch mehr zu sparen, liegen die dann auf einem Server in München und zwar für alle Kliniken die zu der Gruppe gehören, ist einfacher spart Rechentechnik und damit Strom und Geld... möchte man meinen.
Nun das Gesetz besagt die Bücher müssen jeder Zeit, solange das Gerät eingesetzt und einsetzbar ist, zur Verfügung stehen. Einschließlich eines Puffers wegen rechtlicher Belange.
Das geht aber nicht wenn wir in einem Klinikum in Berlin sind, aber alle Bücher in München liegen ;)
Wenn man das ganze dann noch auf alles was man so für den tagesbetrieb benötigt ausweitet, kann man ja sehen wohin das ganze führen kann in einer Zeit mit Hackerangriffen, Energieknappheit und anderen Problemen.
Also habe ich kurz nach Eintritt in nicht näher benanntes Unternehmen den Vorschlag gemacht, zumindest die wichtigsten Funktionen so aufzuspalten, dass Tochterserver etabliert werden, welche den Großteil der Operationen lokal übernehmen können. So wie es im Grunde im Einzelhandel seit 30 Jahren schon gemacht wird. Wundert einen, dass noch niemand anderes auf die Idee kam...
Was war das Ergebnis, man sagte mir, die Server seien sicher und es gebe keinerlei Anlass an ein solches System überhaupt nur zu denken (während des Gespräches stürzte ironischer weise der Server 2 mal ab und Mails gingen auch nicht).
Nun Nach 2 Jahren Arbeit keinerlei Besserung und teilweise noch schlechterer Arbeitsbedingungen durch ein Aufblasen der besagten Datenbank, hat man im Gesamtkonzern ein Konzept eingeführt um Ideen und Fachwissen zu bündeln um besser in die Zukunft schreiten zu können.
Nun aus einem Anflug von Naivität nutzte ich dieses Portal auch um meinen Vorschlag nochmals einzubringen, Was war das Ergebnis? Nun der Vorschlag wurde abgelehnt, da die Person der ich ihn unterbreite "solch eine Idee seinerseits" bereits schon länger verfolge und eine Aufnahme in die Liste der Ideen nicht notwendig sei.
Es bleibt nur eins zu sagen ... "LÄCHLE DU KANNST SIE NICHT ALLE TÖTEN!" Wenn man solche "freundlichen" Vorgesetzten hat braucht man keine Feinde ... Ein Nachweis, dass die Idee von einem kam gibt es ja natürlich nicht, da man das ganze ohne Gesprächsprotokoll über Teams gemacht hat und weil das Mailpostfach auf 300 MB begrenzt ist sind etwaige Mails spätestens nach einem Jahr weg ...
Nun Aber was bedeutet das für uns??
Ganz einfach Innovationsplattformen egal wie gut sie beworben werden sind für den Arsch, denn sie dienen eigentlich nur der Selbstbeweihräucherung derer die eh schon genug Kohle verdienen, dafür dass sie die besten Ideen ihrer Mitarbeiter abfischen und als die eigenen ausgeben.
Nach diesem Sinne wie es ein Kollege schon sagte: "Wenn andere onanieren dann schaut man weg oder geht still vorbei und schaut weder zu, noch macht man mit, es sei denn man ist nicht mehr richtig im Kopf."
Und aus Ärger wieder Werbung, für dass was aus Frust gekauft wurde und jetzt an meiner Schreibtischlampe auf Arbeit ein lächeln auf mein Gesicht zaubert.
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